Gemeinsames Spiel als Energiequelle

Gemeinsames Spiel als Energiequelle

Das gemeinsame Spiel der Eltern mit ihren Kindern in jedem Alter ist eine Quelle des gemeinsamen Lernens und der Beziehungsbildung oder -intensivierung.

Voraussetzung für das Zustandekommen des Spiels in seiner reinen Form ist eine sichere und vertraute Umgebung, die Attraktivität des Gegenstandes sowie (gemeinsame) Musse und Zeit. So entsteht das Spiel spontan und intrinsisch (aus sich selbst heraus) motiviert. Das Spiel ist DIE zentrale Tätigkeit der Kinder.

Ob ein Spiel positiv erlebt wird, kann aufgrund folgender Qualitätskriterien beurteilt werden:

  • "positive Emotionen": Spielen macht Spass; niemand kann zum Spiel gezwungen werden. Es ist aber möglich, Kinder durch Vorbild und Anregung zum Spiel zu motivieren.
  • "Flexibilität": Das Kind sucht sich sein Spiel selbst aus und passt es auch seinen Fähigkeiten an. Aus diesem Grund ist es ausserordentlich wichtig, das Angebot altersgerecht zu gestalten.
  • "so-tun-als-ob": Im Spiel wird die Realität verändert, was den Erlebensraum des Kindes erweitert und bereichert.
  • "Mittel vor Zweck": Spiel soll nicht in erster Linie auf das Lernen ausgerichtet sein. Gelernt wird als Nebeneffekt.

Das kindliche Spiel entwickelt sich am Anfang des Lebens in folgenden Stadien:

  • Explorationsspiel: Das Kind lernt Gegenstände (und sich selbst) kennen.
  • Symbolspiel: Das Kind deutet die Gegenstände um und gibt ihnen neue, eigene Inhalte.
  • Rollenspiel: Das Kind nimmt selbst unterschiedliche Rollen ein, welche es in der Kommunikation mit dem Spielpartner darstellt.
  • Regelspiel: Das Spiel erfolgt aufgrund vorher (willkürlich) festgelegter Regeln.

Unabhängig davon, ob sie mit ihren Baby "gugus-dada" spielen, mit ihrem Kleinkind Lego bauen oder mit ihren Jugendlichen Kindern Jassabende durchführen, das Spielen bereichert die Familie durch gemeinsame positive Erlebnisse.

Achten Sie beim Kauf von Spielen und Spielsachen unbedingt auf die Altersempfehlungen. Ständige Unter- oder Überforderung durch Spiele für andere Altersklassen führen zu Frustrationen und Spielunlust bei den Kindern.

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